Burnout hart verdient

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Drei Stunden Fahrzeit für die Arbeitswege

Heute USA, morgen zurück, 24-stündige Erreichbarkeit via Smartphone, Tablett und Co, sind die Attribute, die erfolgreiche Berufstätige ausmachen. Wir maximieren, optimieren und rationalisieren unser Leben. Wir eilen von Termin zu Termin und bezeugen damit täglich, welch ein fleißiger Teil unserer Leistungsgesellschaft wir sind. So verkam in den letzten Jahrzehnten Stress zum Statussymbol.

Nur wer lange in der Firma sitzt, arbeitet auch wirklich hart. Ammenmärchen, die zu einer seltsamen Werteverschiebung führten. Der Glaube, dass wir uns in unserer Arbeit selbst verwirklichen können und sie nicht nur nach dem Maßstab des Jahresgehaltes aussuchen, sondern auch dem Grad der Erfüllung, ist neu. Bis vor wenigen Jahren war die Arbeit reines Mittel zum Zweck. Wir verwirklichten uns stattdessen mit unserer Familie, dem Hobby oder der Fischzucht. Heute wollen wir uns in der Arbeit verwirklichen, hoffen hier auf Lob und Anerkennung. Nicht nur für unsere Leistung, sondern auch für unsere menschlichen Charaktereigenschaften.

Dafür leisten wir immer mehr.

Stress wird zum Lebenssinn, Burnout zum Kennzeichen des Erfolgs – weil man es sich hart erarbeitet hat. Es kann jeden treffen, vor allem die Menschen, die mit viel Enthusiasmus, Begeisterung und Idealismus an ihre Tätigkeiten herangehen. Wer zu lange brennt und ausbrennt, hat schwere Einbußen seiner Lebensqualität. Viele fallen über Monate hin aus und sind arbeitsunfähig. Der Vortrag beleuchtet die Warnsignale, aber auch Hintergründe, das eigene Bewertungssystem, das uns in die Erschöpfung getrieben hat.

  • Unterfordert? Gefordert? Überfordert? Eine erste Bilanz
  • Ich hab Stress, also bin ich
  • Stress als Statussymbol – ein Eingeständnis
  • Schluss jetzt – raus aus dem Gedanken-Karussell
  • Bournout als Chance
  • Zeit, statt Zeitmanagement
  • Auf zu neuen Ufern
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